Was wollt ihr denn? MAOAM ist aus…!

Sacht mal, wisst ihr eigentlich noch, was ihr so teilt? Wir sind doch hier nicht auf dem Ponyhof… und gequirlte Scheiße von irgendwelchen AfD-Fuzzis oder Reichsbürgern braucht auch kein Mensch. Es kann doch nicht so schwer sein, zumindest mal zu gucken, wer wieder irgendwelche komischen Sachen postet – auch wenn euch die Grundidee vielleicht sogar gefällt. Es nutzen derzeit dermaßen viele Arschlochgruppen den Corona-Hype, um durch Verbreiten von Randmeinungen mehr Follower zu bekommen. NEIN!

Mal abgesehen davon, dass viele dieser ach so tollen Posts nicht einmal den „Logisch-denken“-Test bestehen. Da werden wild irgendwelche erfundenen Zahlen gepostet (natürlich auch ohne Quellenangabe), um die Behauptung zu untermauern, Corona sei ja nicht gefährlicher als eine schwere Grippewelle. Mal ehrlich: lagen bei den letzten Grippewellen Tote auf den Krankenhausfluren, in Bolivien einfach tagelang auf der Straße? Abgesehen davon, dass der Strich immer am Ende drunterkommt – und wir bei Corona erst bei etwa 2 bis 3 von 10 sind – gehen selbst konservative Einschätzungen davon aus, dass hinsichtlich der Gefährlichkeit und Sterblichkeit zumindest das Niveau der spanischen Grippe 1918 erreicht werden wird.

Dann dieses „Lockerungen sofort“… sagt mal gehts noch? Eine Woche „wie vorher“ und wir haben in 4 bis 6 Wochen hier italienische Verhältnisse. Glaubt ihr nicht? Schaut euch um… geht selber vergleichen: https://www.isbut.com/coronavirus/ . Wenn wir nicht die Notbremse gezogen hätten, dann wären pünktlich zu Ostern nicht 2-3000 Neuinfektionen in der Liste sondern an einem Tag 70.000 – und wir wären längst bei über einer Million Infizierten. Wohlbemerkt Infizierten, die auch was davon merken. Das wären dann auch zwischen 50.000 und 100.000 Menschen, die auf Intensivstation behandelt werden müssten – bei bestenfalls 30.000 Intensivbetten.

Wir haben durch die recht strengen Maßnahmen erreicht, dass die Zahl der Neuinfektionen auf einem stabilen, händelbaren Level bleibt. Gut, etwas „mehr“ kann das Gesundheitssystem noch ab, wir können also noch ein wenig lockern. Kommt ja jetzt. Und in 3 oder 4 Wochen, wenn der neue „Pegel“ feststeht, dann kann die nächste Lockerungsstufe kommen – oder eben nicht – oder wieder die ein oder andere Lockerung zurückgenommen werden. Klar müssen wir irgendwann auf unsere zwei Drittel Durchseuchung kommen – aber dabei das Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahren und die Risikogruppen schützen. Da denke ich, die Plasma-Antikörper-Geschichte hat Potential. Wenn genügend wieder Gesunde Plasma spenden und die Antikörper möglichst vielen Risikogruppenangehörigen zur Immunität verhelfen, dann wird es einfacher.

Aber nicht einfach. Mir geht es auch auf den Zeiger, dass eine Veranstaltung nach der anderen den Bach runtergeht, Traditionsbetriebe Konkurs anmelden oder die Tierschutzarbeit durch die Kontaktverbote erschwert bis unmöglich gemacht wird. Mir persönlich ist das aber immer noch lieber, als eine unbestimmte Anzahl von Verwandten und Bekannten sterben zu sehen – weil kein Bett frei ist für die Behandlung (vielleicht auch völlig anderer Krankheiten) oder „nur“ weil irgend ein Depp sie irgendwo in der Öffentlichkeit angesteckt hat.

Ach die Wirtschaft… ja, das ist ein Problem. Der Staat ist unflexibel und hat zumindest bisher verschiedene Sparten nicht im Blick. Ob das Kleinunternehmer sind oder Vereine. ABER wenn wir nichts tun, wir italienische Zustände kriegen (oder bolivianische, macht euch mal schlau…), dann ist es eine Frage der Zeit, bis den Betrieben nicht mehr nur Geld fehlt… fehlendes Fachpersonal war schon immer ein Problem, wenn jetzt auch noch gute und erfahrene Mitarbeiter ins Gras beißen ist auch nichts gewonnen. Davon ab, dass auch die Kunden dann erstmal ganz andere Probleme haben als Lifestyle-Umsätze zu tätigen.

Und die Politik. Ich bin kein Merkelwähler – aber um ehrlich zu sein, keiner der anderen Bundespolitiker hätte genug Arsch in der Hose um Deutschland durch diese Krise zu führen. Auch der Söder nicht – und bei dem dürften wir noch weniger (Sorry, Bayernbewohner…).

Helmut Schmidt lebt leider nicht mehr… der war der letzte anständige Politiker. Der hat nicht gefragt, der hat gemacht. Und es richtig gemacht (sonst hätte man ihn nach dem Hamburger Hochwasser 1962 wohl den Löwen bei Hagenbeck zum Fraß vorgeworfen“.

Wer meckern will: Bitteschön. Aber konstruktives Meckern. Also nicht nur „Das ist Scheiße“ sondern durchdachte und halbwegs ausgearbeitete Lösungsvorschläge. Und dann auch sachlich mit Gegenargumenten umgehen.

Wer lockern will, der muss auch sagen, wie er denn sonst verhindern will, dass die Neuansteckungen wieder stark steigen.
Wer mehr Neuansteckungen in Kauf nehmen will, der muss auch sagen, wie er das Gesundheitssystem vor dem Kollaps schützen will.
Es greifen einfach viele Zahnräder ineinander bei der Deutschland-Maschine. Egal, wer am Steuerpult steht, manche Dinge gehen eben einfach nicht bzw. nicht auf einmal oder gleichzeitig.

Wir sind hier nicht auf dem Ponyhof.

(Mirco Krug)

Was hat Corona mit Schrödingers Katze zu tun?

Wir alle haben jetzt das Schrödinger-Virus.

Da wir nicht getestet werden können, können wir nicht wissen, ob wir andere anstecken können, ob wir angesteckt werden können, oder ob wir bereits immun sind.

Wir müssen uns so verhalten, dass wir das Virus nicht verbreiten, falls wir infiziert sind.

Wir müssen uns aber auch so verhalten, dass wir uns selbst nicht infizieren, falls wir es noch nicht hatten und noch nicht immun sind.

Also haben wir das Virus und haben es doch nicht.

Erinnerungen an Schrödingers Katze werden wach…

Warum mehr Mobilfunkmasten nicht automatisch auch mehr Strahlung bedeuten…

In letzter Zeit wird wieder vermehrt über die Gefahren von „nichtionisierenden Strahlen“, sprich Radiowellen diskutiert. Gegner des Mobilfunkausbaus behaupten, durch immer mehr Sendemasten würde die Strahlenbelastung der Bevölkerung steigen.

Ich behaupte, es kann sogar das Gegenteil der Fall sein – und belege dies mit physikalischen Fakten.

Um zwischen zwei Funkstellen (also beispielsweise Handy und Sendemast) eine zuverlässige Verbindung aufbauen und Daten übertragen zu können benötigt man eine bestimmte Sendeleistung, gemessen in Watt bzw. dezimalen Bruchteilen davon.

Neben der Frequenz hängt diese Leistung vor allem von der Entfernung zwischen Mast und Handy ab. Dabei gilt (genau wie im „normalen“ Strahlenschutz / radioaktive Strahlung) die Abstandsregel:

Um die doppelte Entfernung mit gleichem Pegel zu erreichen ist die vierfache Leistung nötig. Entfernt man sich von einer Strahlenquelle doppelt so weit wie vorher, dann erreicht einen nur noch ein Viertel der vorherigen Dosis.

Was bedeutet das nun für Radio und Mobilfunk?

Wenn beispielsweise ein Sender mit 8 Watt strahlt und ich bekomme gerade noch eine Verbindung aus 20 km Entfernung, dann bräuchte derselbe Sender nur 2 Watt für eine stabile Verbindung, wenn ich nur 10 km entfernt wäre – und 0,5 Watt bei nur noch 5 km Entfernung.

In den Anfangszeiten der Handys gab es tatsächlich Mobiltelefone, die mit 8 Watt Sendeleistung ausgestattet waren – bei den damals noch geringen Senderdichten war das auch nötig, ansonsten wären zu viele weiße Flecken geblieben zwischen den Masten…

Spätere Handys (und auch die aktuellen) haben nur noch max. 2 Watt Sendeleistung. Einfach weil es aufgrund der gestiegenen Senderdichte ausreicht und die Akkus ja auch viel länger halten. Im Gegensatz zum Radio muss das Handy ja dem Masten auch „antworten“ und da die Dämpfung der Funkverbindung in beide Richtungen etwa gleich ist müssen auch die Sendeleistungen etwa gleich sein, damit es funktioniert. In der Praxis ist der Mast etwas stärker als das Handy, um auch empfangsmäßig „blöd“ abgelegte Mobiltelefone noch zum Klingeln bringen zu können…

Immerhin regeln die Handys die Sendeleistung in Abhängigkeit der Entfernung herunter.

Und jetzt kommt der Clou: Halber Abstand zum Sendemast bedeutet immer noch ein Viertel der abgestrahlten Leistung für das gleiche Ergebnis. Baue ich also das Sendernetz dichter aus, dann sinkt dadurch die Leistung, die die Handys (nah am Körper) abstrahlen müssen! Und das ist die Leistung, die zählt. Was der Mast da in mehreren hundert Metern bis Kilometern macht, das beeinflusst weder mich, noch ein Feldstärkemeßgerät so wirklich. DAS macht nur die Strahlung, die in meinem unmittelbaren Umfeld entsteht.

Und die wird bei dichterem Sendernetz eben weniger anstatt mehr.

In relativer Nähe zum Mast regeln moderne Handys bis auf 0,05 Milliwatt herunter!
Die Störstrahlung einer digitalen Armbanduhr ist höher.

Zum Vergleich einige typische Sendeleistungen verschiedener Funkdienste:

Short Range Devices 433 MHz 10 mW(Fernbedienung, Funksteckdosen, Wetterstation,…)
WLAN 2,4 GHz 100 mW
Bluetooth 100 mW
LTE Handy 200 mW
UMTS TDD 125–250 mW
DECT („Schnurlose“) 250 mW
PMR446 0,5 W
freenet 1 W
WLAN 5 GHz 1 W
GSM 1800 Mobiltelefon 1 W
GSM 900 Mobiltelefon 2 W (früher bis 8 W)
CB-Funk in Deutschland 4 und 12 W (SSB)
Betriebsfunk 6 / 12 W
GSM 1800 Basisstation 10–20 W (E-Netz)
GSM 900 Basisstation 20–50 W (D-Netz)
Amateurfunkdienst 750 W in Deutschland
UKW-, VHF und UHF-Rundfunksender bis zu 100 kW
Langwellensender 1 MW = 106 W
Impulsradar 100 MW
EMP-WaffenTW = 1012 W

Vor einer Radaranlage oder einem Langwellensender würde ich mit ernsthaften Problemen rechnen – der Gesetzgeber fordert einen einen wirksamen Schutz ab einer EIRP (effective isotropic radiated power) von 10 Watt. So müssen beispielsweise wir Amateurfunker eine Erklärung über die verwendeten Antennen, Sendeleistungen, Masthöhen usw. abgeben, wenn wir mit mehr als 10 Watt senden möchten und dann müssen wir auch Mindestabstände zu öffentlichen bzw. von Menschen genutzten Wegen und Räumen nachweisen. Wie gesagt, ab 10 Watt EIRP. Wobei unsere Antennen meist oben auf dem Dach sind und du ihnen während dem Betrieb nie zu nahe kommen wirst.
(ohne mich dabei klettert keiner auf meinem Dach rum…)

Handys liegen im ungünstigsten Fall um den Faktor 5 darunter – dafür aber je nach Nutzungsverhalten auch nachts direkt neben dem Nutzer oder sie werden in der Brusttasche oder Hosentasche herumgetragen. Und da macht es mehr als nur Sinn, wenn der nächste Mast „deines“ Providers möglichst in deiner Nähe ist – desto geringer ist die Leistung, die dein Handy nutzen muss.

COVID-19 – eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zukünftigen politischen Entscheidungen

GASTKOMMENTAR von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt

ANMERKUNG: Ich stimme nicht in allen Punkten vorbehaltlos mit dem Autor überein. Dessenungeachtet beleuchtet er in hervorragender Weise viele Aspekte der aktuellen Lage. Einfach selbst lesen und selbst denken!

Überlegungen eines besorgten Schweizer Bürgers

Vorwort: wieso nehme ich überhaupt Stellung?

Aus 5 Gründen:

1. bin ich mit meiner Stiftung «EurAsia Heart – A Swiss Medical Foundation» seit mehr als 20 Jahren in EurAsien tätig, habe fast ein Jahr in China gearbeitet und seit 20 Jahren eine kontinuierliche Verbindung zum «Union Hospital of Tongji Medical College/Huazhong University of Science and Technology» in Wuhan, wo ich eine meiner vier Gastprofessuren in China habe. Die 20-jährige Verbindung zu Wuhan habe ich auch in den jetzigen Zeiten konstant aufrechthalten können.

2. ist COVID-19 nicht nur ein Problem der mechanischen Beatmung, sondern betrifft das Herz in ähnlicher Weise. 30% aller Patienten, welche die Intensivstation nicht überleben, versterben aus kardialen Gründen.

3. ist die letzt-mögliche Therapie des Lungenversagens eine invasiv-kardiologische, respektive kardiochirurgische: die Verwendung einer «ECMO», der Methode der «extrakorporellen Membran-Oxygenation», d.h. die Verbindung des Patienten mit einer externen, künstlichen Lunge, welche bei diesem Krankheitsbild die Funktion der Lunge des Patienten so lange übernehmen kann, bis diese wieder funktioniert.

4. bin ich – ganz einfach – um meine Meinung gefragt worden.

5. sind sowohl das Niveau der medialen Berichterstattung wie auch sehr viele Leser-Kommentare nicht ohne Widerspruch hinzunehmen und zwar in Bezug auf Fakten, Moral, Rassismus und Eugenik. Sie benötigen dringend einen Widerspruch durch zuverlässige Daten und Angaben.

Die dargelegten Fakten entstammen wissenschaftlichen Arbeiten, welche ein «peer-review» durchlaufen haben und in den besten medizinischen Zeitschriften publiziert worden sind. Viele dieser Fakten waren bis Ende Februar bekannt. Hätte man diese medizinischen Fakten zur Kenntnis genommen und wäre man fähig gewesen, Ideologie, Politik und Medizin zu trennen, wäre die Schweiz heute mit grosser Wahrscheinlichkeit in einer besseren Lage: wir hätten pro Kopf nicht die zweitmeisten COVID-19-positiven Leute weltweit und eine bedeutend kleinere Zahl an Menschen, welche ihr Leben im Rahmen dieser Pandemie verloren haben. Zudem hätten wir mit grosser Wahrscheinlichkeit keinen partiellen, unvollständigen «Lock-down» unserer Wirtschaft und keine kontroversen Diskussionen, wie wir hier wieder «herauskommen».

Anmerken möchte ich noch, dass alle wissenschaftlichen Arbeiten, die ich erwähne, bei mir im Original erhältlich sind.

1. Die Zahlen in den Medien

Es ist verständlich, dass alle das Ausmass dieser Pandemie auf die eine oder andere Art erfassen möchten. Nur, die tägliche Rechnerei hilft uns nicht weiter, da wir nicht wissen, wie viele Personen lediglich folgenlos Kontakt mit dem Virus hatten und wie viele Personen tatsächlich krank geworden sind.

Die Anzahl asymptomatischer COVID-19 Träger ist wichtig, um Vermutungen über die Ausbreitung der Pandemie machen zu können. Um brauchbare Daten zu haben, hätte man jedoch zu Beginn der Pandemie breite Massentests durchführen müssen. Heute kann man nur noch vermuten, wie viele Schweizer Kontakt mit COVID-19 hatten. Eine Arbeit mit einer amerikanisch-chinesischen Autorenschaft hat schon am 16. März 2020 publiziert, dass auf 14 dokumentierte mit 86 nicht-dokumentierten Fällen von COVID-19-positiven Personen zu rechnen ist. In der Schweiz muss man deshalb damit rechnen, dass wohl 15x bis 20x mehr Personen COVID-19-positiv sind, als in den täglichen Berechnungen dargestellt wird.

Um den Schweregrad der Pandemie zu beurteilen, bräuchten wir andere Daten:

  • eine exakte, weltweit gültige Definition der Diagnose «an COVID-19 erkrankt»: a) positiver Labortest + Symptome; b) positiver Labortest + Symptome + entsprechender Befund im Lungen-CT; oder c) positiver Labortest, keine Symptome, aber entsprechende Befunde im Lungen-CT.
  • die Anzahl hospitalisierter COVID-19-Patienten auf der Allgemeinabteilung
  • die Anzahl COVID-19-Patienten auf der Intensivstation
  • die Anzahl beatmeter COVID-19-Patienten
  • die Anzahl von COVID-19-Patienten am ECMO
  • die Anzahl an COVID-19 Verstorbenen
  • die Anzahl infizierter Ärzte und Pflegepersonen

Nur diese Zahlen ergeben ein Bild vom Schweregrad dieser Pandemie, respektive von der Gefährlichkeit dieses Virus. Die aktuelle Anhäufung von Zahlen ist derart ungenau und hat einen Touch von «Sensations-Presse» – das letzte, was wir in dieser Situation noch brauchen.

2. «Eine gewöhnliche Grippe»

Handelt es sich hier nur um «eine gewöhnliche Grippe», die jedes Jahr vorüberzieht und gegen die wir üblicherweise «nichts» unternehmen – oder um eine gefährliche Pandemie, welche rigide Massnahmen benötigt?

Um diese Frage zu klären, muss man bestimmt keine Statistiker fragen, die noch nie einen Patienten gesehen haben. Die reine, statistische Beurteilung dieser Pandemie ist sowieso unmoralisch. Fragen muss man die Leute an der Front.

Keiner meiner Kollegen – und ich natürlich auch nicht – und niemand vom Pflegepersonal kann sich erinnern, dass in den letzten 30 oder 40 Jahren folgende Zustände herrschten, nämlich dass:

  1. ganze Kliniken mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose besitzen;
  2. ganze Intensivstationen mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose aufweisen;
  3. 25% bis 30% der Pflegenden und der Ärzteschaft genau jene Krankheit auch erwerben, welche jene Patienten haben, die sie betreuen;
  4. zu wenig Beatmungsgeräte zur Verfügung standen;
  5. eine Patientenselektion durchgeführt werden musste, nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil wegen der schieren Anzahl an Patienten schlicht das entsprechende Material gefehlt hat;
  6. die schwerer erkrankten Patienten alle dasselbe – ein uniformes – Krankheitsbild aufgewiesen haben;
  7. die Todesart jener, die auf der Intensivstationen verstorben sind, bei allen dieselbe ist;
  8. Medikamente und medizinisches Material auszugehen drohen.

Aufgrund von 1-8) ist es klar, dass es sich um einen gefährlichen Virus handelt, der dieser Pandemie zugrunde liegt.

Die Behauptungen, eine «Influenza» sei genau gleich gefährlich und koste jedes Jahr gleich viele Opfer ist falsch. Zudem ist die Behauptung, man wisse nicht, wer «an» und wer «wegen» COVID-19 sterbe, ebenso aus der Luft gegriffen.

Vergleichen wir Influenza und COVID19: hat man das Gefühl, bei Influenza seien immer alle Patienten «wegen» Influenza gestorben und nie einer «mit»? Sind wir Mediziner im Rahmen der COVID-19-Pandemie nun alle plötzlich so verblödet, dass wir nicht mehr unterscheiden können, ob jemand «mit» oder «wegen» COVID-19 stirbt, wenn diese Patienten eine typische Klinik, typische Laborbefunde und ein typisches Lungen-CT aufweisen? Aha, bei der Diagnose «Influenza» waren natürlich alle immer hellwach und haben immer die ganze Diagnostik bemüht und waren immer sicher: nein, bei der Influenza sterben alle «wegen» und nur bei COVID-19 viele «mit».

Zudem: wenn es in einem Jahr in der Schweiz angeblich 1600 Influenza-Tote gab, so sprechen wir über 1600 Tote über 12 Monate – ohne präventive Massnahmen. Bei COVID-19 gab es jedoch 600 Tote in 1(!) Monat und das trotz massiver Gegenmassnahmen. Radikale Gegenmassnahmen können die Verbreitung von COVID-19 um 90% senken – man kann sich also vorstellen, welches Szenario ohne Gegenmassnahmen herrschen würde.

Zudem: in einem Monat wurden in der Schweiz >2200 Patienten wegen COVID-19 hospitalisiert und es wurden gleichzeitig bis zu 500 Patienten auf verschiedenen Intensivstationen hospitalisiert. Nie hat jemand von uns auch nur annähernd solche Zustände im Rahmen einer «Influenza» gesehen.

Im Rahmen einer «gewöhnlichen» Influenza erwerben ca. 8% der Betreuenden ebenfalls eine Influenza, aber niemand stirbt daran. Bei COVID-19 werden 25% bis 30% der Betreuenden infiziert und das ist mit einer signifikanten Mortalität verbunden. Dutzende von Ärzten und Pflegepersonen, die COVID-19 Patienten betreut haben, sind an derselben Infektion verstorben.

Zudem: suchen Sie einmal die harten Zahlen zu «Influenza»! Sie werden keine finden. Was sie finden, sind Schätzungen: ca. 1000 oder 1600 in der Schweiz; ca. 8000 in Italien; ca. 20’000 in Deutschland. Eine FDA-Studie (US Food and Drug Administration) hat untersucht, wie viele der 48’000 Influenza-Toten eines Jahres in den USA wirklich wegen klassischer Influenza-Pneumonie gestorben sind. Resultat: alle möglichen Krankheitsbilder wurden unter «Tod durch Pneumonie» subsummiert, so z.B. auch die Lungenentzündung eines Neugeborenen, der bei der Geburt Fruchtwasser in die Lunge aspiriert hat. Die Anzahl der effektiv «wegen Influenza verstorbenen» – Patienten sank in dieser Analyse dramatisch weit unter 10’000 ab.

Auch in der Schweiz kennen wir die genaue Anzahl von Patienten nicht, die jährlich an Influenza versterben. Und dies trotz Dutzender massiv überteuerter Datenerfassungs-Systeme; trotz sinnloser Doppel- und Triple-Erfassung der Daten durch Kliniken, Krankenkassen und Gesundheitsdirektionen; trotz eines sinnlosen und überteuerten DRG-Systems, das nur Nonsens produziert. Wir können nicht mal exakt die Zahlen von hospitalisierten Influenza-Patienten pro Monat liefern! Aber Millionen und Milliarden für überteuerte und kontraproduktive IT-Projekte verschwenden. 

Aufgrund des aktuellen Wissensstandes kann man insgesamt nicht von einer «gewöhnlichen Grippe» reden. Und deshalb ist die widerstandslose Durchseuchung der Gesellschaft auch kein Rezept. Ein Rezept, notabene, welches Grossbritannien, die Niederlande und Schweden versucht und nacheinander aufgegeben haben.

Aufgrund des aktuellen, mangelhaften Wissensstandes sagen auch die Zahlen des Monats März überhaupt nichts aus. Wir können glimpflich davonkommen, oder eine Katastrophe erleben. Rigide Massnahmen bewirken, dass die Kurve der Kranken flacher verläuft. Es geht aber nicht nur um die Höhe der Kurve, es geht auch um die Fläche unter der Kurve und diese repräsentiert am Ende die Anzahl Toter.

3. «Es sterben nur alte und kranke Patienten»

Prozentzahlen – Nebendiagnosen – Moral und EUGENIK

Das Alter der in der Schweiz Verstorbenen liegt zwischen 32 und 100 Jahren. Zudem gibt es einige Studien und Berichte, welche zeigen, dass auch Kinder an COVID-19 verstorben sind.

Ob wegen COVID-19 nun 0.9% oder 1.2% oder 2.3% versterben ist sekundär und bloss Futter für Statistiker. Relevant ist die absolute Anzahl an Toten, die diese Pandemie verursacht. Sind 5000 Tote weniger schlimm, wenn sie 0.9% aller COVID-19-Träger darstellen? Oder sind 5000 Tote schlimmer, wenn sie 2.3% aller COVID-19-Träger darstellen?

Angeblich beträgt das durchschnittliche Alter der verstorbenen Patienten 83 Jahre, was von vielen – von zu vielen in unserer Gesellschaft – wohl als vernachlässigbar abgetan wird.

Die lässige Grosszügigkeit, wenn andere sterben, ist in unserer Gesellschaft nicht zu übersehen. Das andere, das sofortige Geschrei und die immediaten Schuldzuweisungen, wenn es einem selber oder nächste Angehörige trifft, kenne ich zur Genüge. 

Alter ist relativ. Der eine US-Präsidentschafts-Kandidat ist heute 73 und der andere ist 77 Jahre alt. Mit guter Lebensqualität ein hohes, selbstbestimmtes Alter zu erreichen, ist ein hohes Gut, für das wir in der Schweiz ins Gesundheitswesen investiert haben. Und es ist das Resultat der Medizin, dass man auch mit drei Nebendiagnosen bei guter Lebensqualität ein hohes Alter erreichen kann. Diese positiven Errungenschaften unserer Gesellschaft sind nun plötzlich nichts mehr wert, sondern, mehr noch, nur noch eine Last?

Zudem: wenn 1000 über 65-Jährige oder 1000 über 75-Jährige untersucht werden, die bisher meinten, sie seien gesund, haben nach einem gründlichen Check wohl >80% neu 3 „Nebendiagnosen“, besonders wenn es sich um die weit verbreiteten Diagnosen „hoher Blutdruck“ oder „Zucker“ handelt.

Gewisse Medien-Artikel und Leser-Kommentare – viel zu viele, meiner Meinung nach – überschreiten bei dieser Diskussion jede Grenze, haben den üblen Geruch der Eugenik und es kommen Erinnerungen an bekannte Zeiten auf. Muss ich wirklich jene Jahreszahlen nennen? Es erstaunt mich, dass unsere Medien nicht bemüht sind, in dieser Sache einmal Klartext zu schreiben. Es sind ja unsere Medien, welche diese erbärmlichen Meinungsäusserungen in ihren Kommentarspalten publizieren und so stehen lassen. Und ebenso erstaunlich ist, dass die Politiker es nicht für notwendig erachten, einmal eine klare Stellungnahme zu diesem Punkt abzugeben.

4. Diese Pandemie war angekündigt

War die Schweiz minimal auf diese Pandemie vorbereitet? NEIN.

Hat man Vorkehrungen getroffen, als COVID-19 im China ausgebrochen ist? NEIN.

Hat man wissen können, dass eine COVID-19-Pandemie über die Welt ziehen wird?

JA, SIE WAR ANGEKÜNDIGT UND DIE DATEN LAGEN BIS MÄRZ 2019 VOR.

  1. SARS war 2003.
  2. MERS war 2012.
  3. 2013 hat der Deutsche Bundestag Katastrophen-Szenarien diskutiert: wie bereitet sich Deutschland auf Katastrophen, z.B. Überschwemmungen vor. In diesem Rahmen wurde auch diskutiert, wie Deutschland auf eine zukünftigen SARS-Pandemie reagieren muss! Ja, im Jahre 2013 hat der Deutsche Bundestag eine SARS-Corona-Pandemie in Europa und Deutschland simuliert!
  4. In 2015 wurde eine experimentelle Gemeinschaftsarbeit von Forschern aus drei US-Universitäten, Wuhan und einem italienischen Forscher aus Varese, der in Bellinzona ein Labor hat, publiziert. Diese produzierten synthetisch hergestellte Corona-Viren im Labor und infizierten damit Zellkulturen und Mäuse. Grund der Arbeit: man wollte einen Impfstoff respektive monoklonale Antikörper produzieren, um gegen die nächste Corona-Pandemie gewappnet zu sein.  
  5. Ende 2014 hatte die US-Regierung Forschung an MERS und SARS wegen der Gefährlichkeit für Menschen für ein Jahr ausgesetzt. 
  6. 2015 hielt Bill Gates eine weit beachtete Rede und meinte: die Welt sei auf die nächste Corona-Pandemie unvorbereitet.
  7. 2016 erschien erneut eine Forschungsarbeit, welche mit Corona-Viren hantierte. Das «Summary» dieser Publikation muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn es handelt sich hier um die perfekte Beschreibung dessen, was aktuell abläuft:
    “Focusing on SARS-like CoVs, the approach indicates that viruses using the WIV1-CoV spike protein are capable of infecting human alveolar endothelium cultures directly without further spike adaptation. Whereas in vivo data indicate attenuation relative to SARS-CoV, the augmented replication in the presence of human Angiotensin-Converting-Enzyme Typ 2 in vivo suggests that the virus has significant pathogenic potential not captured by current small animal models.”
  8. Im März 2019 wurde in der epidemiologischen Studie von Peng Zhou aus Wuhan gesagt, dass u.a. aufgrund der Biologie der Corona-Viren in den Fledermäusen („bat“) in China vorausgesagt werden kann, dass es in Kürze eine erneute Corona-Pandemie geben werde. Mit Sicherheit! Man könne nur nicht genau sagen wann und wo, aber China werde der hot-spot sein. 

Im Prinzip waren das 8 KONKRETE, DEUTLICHE WARNUNGEN INNERHALB VON 17 JAHREN, dass so etwas kommen wird. UND DANN KOMMT ES TATSÄCHLICH! Im Dezember 2019, 9 Monate nach Peng Zhou’s Warnung. Und die Chinesen informieren die WHO nachdem sie 27 Patienten mit atypischer Pneumonie ohne Todesfall gesehen haben. Noch am 31. Dezember beginnt die Reaktionskette von Taiwan, die aus insgesamt 124 Massnahmen bestand – alles bis zum 03. März 2020 publiziert. Und nein, es wurde nicht auf Taiwanesisch-chinesisch in einer Asiatischen Medizinischen Zeitschrift publiziert, sondern unter Mitarbeit der University of California im „Journal of American Medical Association“.

Das Einzige was man tun musste: ab dem 31. Dezember 2019 „bat + coronavirus“ in «PubMed», der U.S. National Library of Medicine, eingeben und alle Daten lagen vor. Und man musste nur die Publikationen bis Ende Februar 2020 verfolgen, um zu wissen, 1) was auf uns zukommt und 2) was zu tun ist.

Uzbekistan hat im Dezember ihre 82 Studenten aus Wuhan zurückbeordert und alle in Quarantäne gesteckt. Am 10. März habe ich von Uzbekistan aus, weil ich nach meiner Meinung gefragt worden war, die Schweiz gewarnt: Parlamentarier, Bundesrat, BAG, Medien. 

Und was hat die Schweiz seit der Meldung China’s an die WHO am 31. Dezember 2019 gemacht? Unsere Landesregierung, unser BAG, unsere Experten, unsere Pandemiekommission? Es sieht so aus, dass sie nichts mitbekommen haben. Natürlich, die Situation ist heikel. Sollte man die Bevölkerung informieren? Panik säen? Wie vorgehen? Was man wenigstens hätte tun können: die exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten der Chinesischen und Amerikanisch-Chinesischen Wissenschaftler studieren, die in den besten Amerikanischen und Englischen Medizinischen Zeitschriften publiziert worden sind.

Man hätte wenigstens – und das wäre ohne Information an die Bevölkerung, ohne Panik zu säen, machbar gewesen – man hätte wenigstens das notwendige medizinischen Material auffüllen können. Dass die Schweiz mit ihrem 85-Milliarden-schweren Gesundheitswesen, in welchem eine durchschnittliche 4-köpfige Mittelstandsfamilie die Krankenkassen-Prämien nicht mehr bezahlen kann, nach 14 Tagen lauem Gegenwind an der Wand steht, über zu wenig Masken, zu wenig Desinfektionsmittel und zu wenig medizinischem Material verfügt, ist eine Schande. Was hat die Pandemie-Kommission gemacht? Wenn das keine PUK braucht. Aber keine, die nur mit Politkern besetzt ist.

Und so hat sich das behördliche Versagen bis heute fortgesetzt. Keine der von Singapur, Taiwan, Hongkong oder China erfolgreich eingesetzten Massnahmen wurden angewendet. Keine Grenzschliessung, keine Grenzkontrollen, jeder konnte und kann immer noch problemlos in die Schweiz immigrieren ohne überhaupt kontrolliert zu werden (habe ich am 15. März selber so erfahren).

Es waren die Österreicher, welche die Grenze zur CH geschlossen haben und es war die italienische Regierung, welche Ende März endlich die SBB gestoppt hat und so weiter und so fort. Und noch heute gibt es keine Quarantäne für Personen, die in die Schweiz einreisen. 

Wurde die Forschungsgruppe von Antonio Lanzavecchia in Bellinzona konsultiert? Antonio Lanzavecchia, der an den oben erwähnten Forschungsarbeiten zu den synthetisch hergestellten Corona-Viren als Co-Autor beteiligt war? Wie kann es sein, dass Hr. Lanzavecchia am 20. März in einem kleinen Tessiner TV-Sender sagt, dass dieses Virus extrem ansteckend und extrem resistent sei – das BAG am 22. März, 2 Tage später also, von einem «Silberstreifen am Horizont» schreibt?

Wie kann es sein, dass eine gemischt Amerikanische-Chinesische Autorenschaft am 06. März im «Science» publiziert, dass nur eine kombinierte Grenzschliessung und eine lokale Ausgangssperre effektiv sind, dann aber die Verbreitung des Virus um 90% einzudämmen vermögen – das BAG und Bundesrat aber mitteilen, dass Grenzschliessungen nichts bringen, «weil sich die meisten sowieso zu Hause anstecken» würden.

Das Maskentragen wurde für nicht notwendig befunden – aber nicht, weil dessen Effektivität nicht bewiesen wäre. Nein, weil man schlicht nicht genügend Masken zur Verfügung stellen konnte. Man müsste lachen, wenn es nicht so tragisch wäre: statt die eigenen Versäumnisse einzugestehen und sie immediat zu korrigieren, hat man lieber den Deutschen Botschafter einbestellt. Was hat man ihm gesagt? Dass das 85-Milliarden-schwere Schweizer Gesundheitswesen keine Masken hat, um seine Bürger, Pflegende und Ärzte zu schützen?

Die Serie von peinlichen Pannen lässt erweitern: Hände-Desinfektion! Empfohlen, da wirksam und schon zu Zeiten der Spanischen Grippe empfohlen. Haben wir von unseren Entscheidungsträgern je gehört, welche Desinfektionsmittel denn wirksam sind und welche nicht? Haben wir nicht, obwohl am 06. Februar 2020 ein Summary von 22 Arbeiten im «Journal of Hospital Infection» publiziert worden ist, welches schon damals berichtete, dass Corona-Viren bis zu 9 Tage auf Metall, Plastik und Glas überleben können und welche drei Desinfektionsmittel das Virus innert 1(!) Minute killen und welche nicht. Natürlich konnte man das richtige Desinfektionsmittel nicht konkret empfehlen: der Bürger hätte dann gemerkt, dass gar nicht genug davon vorhanden ist, weil das Pandemie-Lager, welches Ethanol (62%iges bis 71%iges Ethanol killt Corona-Viren innerhalb einer Minute) bereithalten sollte, 2018 aufgelöst worden war.

Als die Schwierigkeiten der Pandemie auch für das BAG offensichtlich wurden, liess man verlauten, dass Patienten, welche auf die Intensivstation müssten, sowieso schlechte Chancen hätten. Dies im klaren Widerspruch zu 4 bis dahin publizierten wissenschaftlichen Arbeiten, welche übereinstimmend berichten, dass 38% bis 95% aller Patienten, die auf die Intensivstation mussten, nach Hause entlassen werden konnten.

Ich will hier keine weiteren Punkte erwähnen. Klar sind zwei Dinge: die Pandemie wurde seit 2003 mindestens 8x angekündigt. Und nachdem ihr Ausbruch am 31. Dezember 2019 der WHO gemeldet worden war, hätte man 2 Monate Zeit gehabt, die richtigen Daten zu studieren und die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Taiwan zum Beispiel, dessen 124 Massnahmen früh publiziert worden sind, hat am wenigsten Infizierte und Todesfälle und hat keinen «Lock-down» der Wirtschaft durchführen müssen.

Die Massnahmen der Asiatischen Ländern wurden aus politischen und diffusen Gründen als für uns nicht machbar qualifiziert. Einer davon: das Tracking Infizierter. Angeblich unmöglich und das in einer Gesellschaft, die ihre privaten Daten ohne Probleme an iCloud’s und Facebook auslagert. Tracking? Wenn ich jeweils in Tashkent, Peking oder Yangon aus dem Flugzeug steige, dauert es 10 Sekunden und Swisscom heisst mich im jeweiligen Land willkommen. Tracking? Nein gibt es bei uns nicht.

Hätte man sich besser orientiert, hätte man gesehen, dass gewisse Länder ohne rigide Massnahmen ausgekommen sind. In der Schweiz hat man allenfalls semi-rigide oder gar keine Massnahmen ergriffen, sondern hat die Bevölkerung im eigentlichen Sinne durchseuchen lassen. Rigidere Massnahmen wurden zu spät ergriffen. Hätte man reagiert, hätte man vielleicht keine solchen Massnahmen ergreifen müssen – und könnte sich die aktuellen Diskussionen um einen «Ausstieg» ersparen. Von den ökonomischen Folgen will ich gar nicht reden.

5. Politische Aspekte – Propaganda

Warum hat man nicht nach Asien geschaut? Es gab genug Zeit. Oder anders: wie hat man nach Asien geschaut? Die Antwort ist klar: arrogant, ignorant und besserwisserisch. Typisch europäisch, oder sollte ich sagen, typisch schweizerisch?

Xi Jinping war noch nett, als er meinte, Europa sei wegen seines «Narzissmus» innert kürzester Zeit das weltweite Zentrum der Pandemie geworden. Ich würde hinzufügen: wegen seiner Arroganz, seiner Ignoranz und seines unsäglichen Besserwissertums.

In den Kommentarspalten haben immer mehr Leser unserer Medien bemerkt, dass wir vielleicht aufhören sollten, andere konstant zu belehren, wenn wir selber pro Kopf mit Spanien zusammen die höchste Rate an COVID-19-positiven Leuten und eine der höchsten Sterberaten haben.

Europa scheint unbelehrbar. Amerika – zumindest seine Wissenschaftler und ein Teil seiner politischen Journalisten – haben anders reagiert. Amerika hat die exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten Chinesischer Autoren anerkannt und sie in ihren besten Medizinischen Zeitschriften publiziert. Selbst im «Foreign Affairs», der wichtigsten Essay-Zeitschrift zur internationalen Politik finden sich Arbeiten mit Überschriften wie: «Was die Welt von China lernen kann»; und «China hat eine App und der Rest der Welt braucht einen Plan»; ferner, dass die «internationale Kooperation der Wissenschaftler ein Beispiel dafür sei», wie man in anderen Bereichen «multipolar zusammenarbeiten müsse» und wie die Welt nun einmal «interconnected» sei. Selbst der oft zitierte Anthony Fauci, Trump’s Chef-Virologie, rühmte im «Foreign Affairs» die Zusammenarbeit mit den Chinesischen Kollegen.

Dass die US-Politführung das nicht umgesetzt hat, ist nicht das Problem der Wissenschaftler, welche, inklusive WHO, die exzellente Arbeit der Chinesen vor Ort lobten: «the Chinese know exactly what they do»; «and they are really, really good at it».

Dagegen veröffentlichte das Deutsche Magazin DER SPIEGEL einen Artikel mit der Überschrift «Tödliche Arroganz» und damit meinten sie nicht Amerika, sondern das überhebliche Europa.

Was sind die Fakten?

  1. Nach der SARS-Epidemie hat China ein Überwachungsprogramm installiert, welches eine auffällige Häufung atypischer Lungenentzündungen so früh wie möglich melden sollte. Als 4 Patienten in diesem Land mit seiner gigantischen Bevölkerung in kurzer Zeit eine atypische Lungenentzündung zeigten, hat das Überwachungssystem Alarm ausgelöst
  2. Nachdem bei 27 (andere Quellen sagen: 41) Patienten in Wuhan eine atypische Pneumonie diagnostiziert worden war, aber noch kein einziger Todesfall vorlag, hat die chinesische Regierung am 31. Dezember die WHO informiert.
  3. Am 07. Januar 2020 hat dasselbe Team von Peng Zhou, welches im März 2019 vor einer Corona-Pandemie gewarnt hatte, das vollständig definierte Genom des verursachenden Virus an die Welt weitergegeben, damit so schnell wie möglich weltweit Test-Kits entwickelt, eine Impfung erforscht und monoklonale Antikörper hergestellt werden können.
  4. entgegen der Meinung der WHO haben die Chinesen Wuhan im Januar mit einem «travel ban» und einer Ausgangssperre lahmgelegt.
    Ich erspare es mir, auf die anderen Massnahmen einzugehen, welche in China getroffen worden sind. Nach Meinung internationaler Forschungsteams hat China mit diesen früh und radikal einsetzenden Massnahmen Hunderttausenden von Patienten das Leben gerettet.
  5. am 31. Dezember 2019 hat Taiwan alle Flüge aus Wuhan gestoppt. Die weiteren 124 Massnahmen Taiwans sind im «Journal of American Medical Association» publiziert – rechtzeitig. Man hätte sie nur zur Kenntnis nehmen müssen.

Ohne Zweifel hat die «Command and Control»-Struktur Chinas initial zu einer Unterdrückung relevanter Informationen geführt, umgekehrt jedoch später bei der Begrenzung der Pandemie umso effektiver funktioniert. Der Umgang mit dem Augenarzt Li Wenliang ist schrecklich, passt jedoch zu solchen Ereignissen. Als 1918 der amerikanische Landarzt Loring Miner in Haskell County im US-Bundesstaat Kansas mehrere Patienten mit Grippesymptomen sah, welche an Heftigkeit alles Bisherige übertrafen, hat er sich an den „United States Public Health Service“ gewandt und um Unterstützung gebeten. Diese wurde im verweigert. Drei Patienten von Haskell County wurden zum Militärdienst eingezogen. Albert Gitchell, der Küchenunteroffizier – der Patient NULL – verbreitete das Virus in jener Kompanie, für die er kochte und die nach Europa verlegt wurde. 40 Tage später gab es in Europa 20 Millionen Infizierte und 20’000 Tote. Die 1918 Pandemie hat mehr Tote verursacht, als der 1. Weltkrieg.

Die Klagen des Westens über die «Behandlung» von Li Wenliang sind berechtigt, aber triefen von Doppelmoral, weiss man doch, welches Schicksal Whistleblower im Westen mit seinen tollen Werten widerfahren. Auch die US-Regierung versuchte, medizinische Informationen zu filtern, indem die führenden Virologen Amerikas von Trump angewiesen worden waren, jede öffentliche Aussage zuvor mit Mike Pence, dem Vize-Präsidenten, zu besprechen, was im kürzlich erschienen «Science» unter dem Titel «Do us a favor» als «unacceptable» bezeichnet und mit China verglichen worden ist.

Politik ist das eine, die wissenschaftlichen Arbeiten sind das andere. Bis Ende Februar 2020 sind derart viele, exzellente wissenschaftliche Arbeiten mit Chinesischen und gemischt Amerikanisch-Chinesischen Autoren erschienen, dass man hätte wissen können, um was es bei dieser Pandemie geht und was man vorkehren sollte.

Warum hat man alles verpasst?

Weil weder Politiker, noch Medien und die Mehrzahl der Bürger nicht fähig sind, in einer solchen Situation Ideologie, Politik und Medizin zu trennen. Eine virale Pneumonie ist ein medizinisches und kein politisches Problem. Dank des politisch-ideologisch begründeten Ignorierens medizinischer Fakten hat sich Europa in kürzester Zeit selber zum weltweiten Pandemie-Zentrum gemacht – mitten drin die Schweiz mit der zweithöchsten pro Kopf Infektionsrate.

Politik und Medien spielen hier eine besonders unrühmliche Rolle. Statt sich auf das eigene Versagen zu konzentrieren, wird die Bevölkerung durch ein fortgesetztes, dümmliches China-Bashing abgelenkt. Dazu kommen, wie immer, Russland-Bashing und Trump-Bashing. Man muss Trump keinesfalls mögen – aber bis die USA bezüglich der COVID-19-Todesfälle pro Kopf gleichauf mit der Schweiz liegt, müssen sie 30’000 Tote haben.

Wie kann man konstant andere Länder kritisieren, wenn man mit dem zweitteuersten Gesundheitswesen der Welt pro Kopf am zweitmeisten Infizierte hat und weder genügend Masken, noch genügend Desinfektionsmittel, noch genügend medizinisches Material vorweisen kann? Die Schweiz wurde von dieser Pandemie nicht überrascht – nach dem 31. Dezember 2019 hat man mindestens 2 Monate Zeit gehabt, die dringendst notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Und zu diesem Verhalten haben die Medien beileibe genug dazu beigetragen. Die mediale Berichterstattung erschöpft sich im Schönreden, was Bundesrat und BAG veranlassen sowie im Kritisieren anderer Länder.

Beispiele von dümmlichem China-Bashing gibt es genug: «die Chinesen sind schuld»! Wer so etwas behauptet, versteht nichts von Biologie und Leben überhaupt. «Alle Pandemien kommen aus China»: die Spanische Grippe war in Tat und Wahrheit eine Amerikanische Grippe, HIV kam aus Afrika, Ebola kam aus Afrika, die Schweinegrippe aus Mexico, die Cholera-Epidemie der 60er-Jahre mit Millionen von Toten aus Indonesien und MERS aus dem Nahen Osten mit Zentrum Saudi-Arabien.

Ja, SARS kam aus China. Aber die Chinesen haben im Gegensatz zu uns gelernt, wie «Foreign Affairs» am 27. März 2020 schreibt: «Past Pandemics Exposed China’s Weakness. The Current One Highlights Its Strengths”.

Wenn konstant behauptet wird, die Zahlen, welche China zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht, seien sowieso alle beschönigt, was heisst dann das? Heisst das, dass wir deshalb nichts unternehmen müssen? Oder heisst es nicht viel mehr, dass es sich – sind dies Zahlen wirklich beschönigt – um eine noch viel gefährlichere Pandemie handelt, für die wir in Europa Vorkehrungen treffen sollten? So viel zur Logik von sinnlosem, politischem Nach-Geplapper.

Mit konstanten Aussagen wie «die Chinesen lügen sowieso nur» «Taiwan kann man nichts glauben»; «Singapur, eine Familien-Diktatur, lügt sowieso» kommt man dieser Pandemie nicht bei. Auch hier agiert die US-Zeitschrift «Foreign Affairs» – bestimmt nicht per se China-freundlich – intelligenter, wie man am 24. März 2020 lesen kann: «The U.S. and China Could Cooperate to Defeat the Pandemic. Instead, Their Antagonism Makes Matters Worse”. Und am 21. März: “It Takes a World to End a Pandemic. Scientific Cooperation Knows No Boundaries – Fortunately”.

Ich kann die Kritik von Lukas Bärfuss nur begrüssen. Insbesondere seine Aussage:

«Warum die entsprechenden Fabriken nicht mehr in Biberist stehen. Sondern in Wuhan. Und ob dieses Allokationsproblem vielleicht nicht nur Zellulose betrifft, sondern auch Information, Bildung, Nahrung und Medikamente».

Diese Aussage trifft ins Schwarze und demaskiert unsere Arroganz und Ignoranz.

Reicht es nicht, dass der Westen zu Beginn dieser Pandemie hochnäsig und mit einer gewissen Schadenfreude nach China geschaut hat? Muss jetzt die Unterstützung der westlichen Staaten durch China auch noch bösartig diffamiert werden? China hat bis heute 3.86 Milliarden Masken, 38 Millionen Schutzanzüge, 2.4 Millionen Infrarot-Temperatur-Messgeräte und 16’000 Beatmungsgeräte geliefert. Nicht Chinas angeblicher Weltmachtsanspruch, sondern das Versagen der westlichen Länder hat dazu geführt, dass der Westen buchstäblich am medizinischen Tropf Chinas hängt.

6. Woher stammt dieses Virus?

Auf unserem Globus gibt es ungefähr 6400 Säugetier-Arten. Fledermäuse (bats) und Flughunde machen 20% der Säugetier-Population aus. Es gibt 1000 verschiedene Arten von Fledermäusen und Flughunden. Es sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können, was ihren grossen Bewegungsradius erklärt.

Fledermäuse und Flughunde beherbergen eine Unzahl von Viren. Wahrscheinlich sind Fledermäuse und Flughunde in der Entwicklungsgeschichte die Eintrittspforte von Viren in den Stammbaum der Säugetiere gewesen.

Es gibt zahlreiche gefährliche Viren, welche von den «Bats» auf den Menschen übergesprungen sind und für viele Krankheiten verantwortlich sind: Masern, Mumps, Tollwut, Marburg-Fieber, Ebola und andere, seltenere, nicht weniger gefährliche Krankheiten. Auch bei anderen Säugetieren haben von «Bats»-stammende Viren immer wieder zu Massensterben in der Schweine-, Hühner- oder Vogelzucht geführt.

Dies sind entwicklungs-geschichtlich Jahr-Millionen alte biologische Vorgänge. Auch in der DNA gesunder Menschen finden sich Reste von viraler Gensequenzen, die über die Jahrtausende «eingebaut» worden sind.

SARS und MERS haben die Forschung an Corona-Viren intensiviert, gerade weil man mit einer baldigen, neuen Corona-Viren-Epidemie, respektive Pandemie gerechnet hat. 22 der 38 bekannten und noch lange nicht definitiv klassifizierten Corona-Viren wurden von chinesischen Forschern in extenso studiert, siehe u.a. Peng Zhou’s Publikation zur Epidemiologie der «bat coronaviruses in China» sowie die anderen, oben erwähnten Publikationen Amerikanischer Autoren. Peng Zhou hat im März 2019 eine baldige, neue Corona-Epidemie vorausgesagt und zwar aus folgenden Gründen:

  1. hohe Biodiversität in China;
  2. hohe Anzahl an «Bats» in China;
  3. hohe Bevölkerungsdichte in China = nahes Zusammenleben zwischen Tier und Mensch;
  4. hohe genetische Variabilität der «Bats», d.h. eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich das Genom einzelner Coronavirus-Typen spontan im Rahmen zufälliger Mutationen verändern kann;
  5. hohe aktive genetische Rekombination von Corona-Viren, heisst: Corona-Viren verschiedener Typen tauschen untereinander Genom-Sequenzen aus, die sie dann für den Menschen aggressiver machen können;

Die Tatsache, dass viele dieser Viren – Corona-Viren, aber auch Ebola- oder Marburg-Viren – zusammen in diesen «Bats» hausen und zufällig genetisches Material austauschen können

Obwohl nicht bewiesen, hat Peng Zhou auch die Essgewohnheiten der Chinesen angesprochen, welche die Wahrscheinlichkeit einer Transmission dieser Viren von Tieren auf den Mensch erhöhen. Peng Zhou hat in seinem Artikel vom März 2019 vor einer Corona-Pandemie gewarnt. Und er schrieb, dass er nicht sagen könne, wann genau und wo diese Pandemie ausbrechen würde, aber dass China mit grosser Wahrscheinlichkeit ein «hot-spot» sein werde. So viel zur wissenschaftlichen Freiheit notabene. Peng Zhou und seine Gruppe aus Wuhan haben weitergeforscht und sie waren es, die bereits am 7. Januar das Genom von COVID-19 identifiziert und der ganzen Welt mitgeteilt hatten.

Es gibt 4 Theorien, wie dieses Virus auf den Menschen übergesprungen ist:

  1. Das COVID-19-Virus ist von einer Fledermaus direkt auf den Menschen übertragen worden. Dasjenige Virus, welches in Frage kommt und genetisch zu 96% mit dem aktuellen «COVID-19» Virus übereinstimmt, kann jedoch von seiner Struktur her nicht an das «Angiotensin-Converting-Enzyme» (ACE) Typ 2 in der Lunge andocken. Das Virus benötigt aber dieses Enzym, um in die Lungenzellen (und in die Zellen des Herzens, der Niere und des Darmes) eindringen und diese zerstören zu können.
  2. Ein COVID-19-Virus sprang vom Pangolin, einem Malaysischen Säugetier mit Schuppen, welches illegal in China eingeführt worden sei, auf den Menschen und war zunächst nicht Krankheits-erregend. Im Rahmen konsekutiver Mensch-zu-Mensch-Transmissionen hat sich dieses Virus an die beim Menschen vorliegenden Rahmenbedingungen dank Mutation oder Adaptation angepasst und konnte schliesslich an den ACE2-Rezeptor andocken und in die Zellen eindringen, womit die Pandemie «startete».
  3. Es gibt einen Elternstamm dieser beiden COVID-19-Viren, der bis anhin leider unentdeckt blieb.
  4. Es handelt sich um ein synthetisches Labor-Virus, denn genau daran wurde geforscht und der biologische Mechanismus der Krankheits-Erregung ist ja im Detail schon 2016 beschrieben worden. Die angefragten Virologen verneinen natürlich diese Möglichkeit, können sie aber auch nicht ausschliessen, nachzulesen im eben publizierten «Nature Medicine»: «The proximal origin of SARS-CoV-2» von Kristian Andersen.

Das Besondere an diesen Tatsachen ist, dass Corona-Viren zusammen mit dem Ebola-Virus auf ein und demselben «Bat» leben können, ohne dass die Fledermaus erkrankt. Einerseits ist dies wissenschaftlich interessant, weil vielleicht Immunmechanismen gefunden werden können, die erklären, wieso diese Fledermäuse nicht erkranken. Diese Immunmechanismen gegenüber Corona-Viren und dem Ebola-Virus könnten Erkenntnisse liefern, die für den Homo sapiens von Bedeutung ist. Anderseits sind diese Tatsachen beunruhigend, weil man sich vorstellen kann, dass sich aufgrund der hohen, aktiven, genetischen Rekombination ein Supervirus bilden kann, welches eine längere Inkubationsdauer als das aktuelle COVID-19-Virus, aber die Letalität des Ebola-Virus aufweist.

SARS wies eine 10%ige Mortalität auf, die Mortalität von MERS betrug 36%. Es war nicht das Verdienst des Homo sapiens, dass SARS und MERS sich nicht so schnell ausgebreitet haben, wie jetzt COVID-19. Das war einfach nur Glück. Die Behauptung, dass ein Virus, welches eine hohe Mortalität habe, sich nicht ausbreiten könne, weil es ja viel zu schnell seinen Wirt umbringe, war zu den Zeiten richtig, als eine „infizierte“ Kamelkarawane von X’ian Richtung Seidenstrasse losgezogen ist und wegen der hohen Mortalität in der nächsten Karawanserei gar nicht mehr ankam. Heute geht das Ruckzuck. Heute sind alle massivst vernetzt. Ein Virus, das in 3 Tagen tötet, geht trotzdem um die Welt. Alle kennen Peking und Shanghai. Ich kenne Wuhan seit 20 Jahren. Keiner meiner Kollegen und Bekannten hat je etwas von Wuhan gehört. Aber hat man gesehen, wie viele Ausländer es in Wuhan – in einer Stadt, die „niemand“ kennt – gab und wie sie blitzschnell in alle Weltregionen verteilt wurden? Das ist die heutige Situation. 

7. Was wissen wir? Was wissen wir nicht?

Wir wissen,

dass es sich um ein aggressives Virus handelt;

  1. dass die mittlere Inkubationszeit 5 Tage dauert; die maximale Inkubationszeit ist noch nicht klar;
  2. dass asymptomatische COVID-19 Träger andere Personen anstecken können und dass dieses Virus „extrem ansteckend“ und „extrem resistent“ (A. Lanzavecchia) ist;
  3. wir kennen die Risiko-Populationen;
  4. dass es in den letzten 17 Jahren nicht gelungen ist, weder eine Impfung, noch einen monoklonalen Antikörper gegen Corona-Viren zu entwickeln;
  5. dass es überhaupt noch nie gelungen ist, eine Impfung gegen welches Corona-Virus auch immer zu entwickeln;
  6. dass auch die so genannte „Grippe-Impfung“ entgegen der gängigen Werbung nur einen minimalen Effekt ausweist.

Was wir nicht wissen:

  1. ob nach durchgemachter Infektion eine Immunität vorliegt, oder nicht. Gewisse Daten weisen darauf hin, dass der Mensch ab dem 15. Tag Immunglobuline der G-Klasse entwickeln kann, welche eine erneute Infektion mit demselben Virus verhindern sollten. Aber es ist noch nicht definitiv bewiesen;
  2. wie lange eine allfällige Immunität schützen könnte;
  3. ob dieses COVID-19-Virus stabil bleibt, oder ob sich im Herbst analog der üblichen Grippe-Welle erneut ein leicht verändertes COVID-19 über ganze Welt verbreitet, gegen welches keinerlei Immunität vorliegt;
  4. ob uns die höheren Temperaturen des Sommers helfen, weil die Hülle des COVID-19 bei höheren Temperaturen instabil ist. Hier muss erwähnt werden, dass das MERS-Virus sich im Nahen Osten in den Monaten Mai bis Juli verbreitet hatte, als die Temperaturen höher waren, als sie bei uns je sind;
  5. wie lange es dauert, bis eine Population so durchseucht ist, dass der R-Wert <1 ist:
    Wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt 1 Million Zürcher testet, sollen aktuell angeblich 12% bis 18% COVID-19 positiv sein. Um der Pandemie ihren Pandemie-Charakter zu nehmen, müsse der R-Wert <1 sein, d.h. circa 66% der Bevölkerung müssen mit dem Virus Kontakt gehabt und Immunität entwickelt haben. Niemand weiss, wie lange, wie viele Monate es dauern wird, bis die Durchseuchung, die aktuell 12% bis 18% betragen soll, 66% erreicht hat! Aber man kann davon ausgehen, dass die Weiterverbreitung des Virus von 12% bis 18% auf 66% der Bevölkerung weiterhin schwerkranke Patienten generieren wird.
  6. wir wissen also nicht, wie lange wir mit diesem Virus zu tun haben werden. Zwei Berichte, welche der Öffentlichkeit nicht zugänglich sein sollten (U.S.- Government COVID Response Plan sowie ein Bericht des Imperial College London) kommen unabhängig voneinander auf eine „Lock-down“-Phase von bis zu 18 Monaten;
  7. und wir wissen nicht, ob uns dieses Virus epidemisch/pandemisch oder vielleicht sogar endemisch beschäftigen wird;
  8. wir haben nach wie vor keine anerkannte und breit anwendbare, definierte Therapie; eine solche haben wir auch bei der Influenza nie präsentieren können.
    Vielleicht sollten Behörden und Medien einmal die Fakten auf den Tisch legen, statt alle zwei Tage Meldungen von einer scheinbar erfolgreichen Impfung, die nicht mehr weit weg ist, zu präsentieren.

8. Was können wir aktuell tun?

Die Frage nach den besten Lösungsansätzen kann ich auch nicht beantworten. Ob die Schweiz die Pandemie überhaupt noch eindämmen kann, oder ob die Durchseuchung der Bevölkerung unbeeinflusst weiterläuft, weil man initial alle Massnahmen verschlafen hat, ist möglich.

Wenn dem so ist, kann man nur hoffen, dass wir diese „Politik“ nicht mir zu vielen Toten und Schwerkranken bezahlen. Und dass nicht zu viele Patienten an den Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion leiden, wie z.B. einer „dank“ COVID-19 neu erworbenen Lungenfibrose, einem gestörten Glucose-Metabolismus sowie neu auftretenden kardiovaskulären Erkrankungen. Die langfristigen Konsequenzen einer durchgemachten SARS-Infektion sind bis 12 Jahre nach angeblicher Heilung dokumentiert. Hoffen wir, dass sich COVID-19 anders verhalten wird.

Die Aufhebung des „Lock-down“, respektive die Rückkehr zur dem, was wir als normal empfinden, ist sicherlich der Wunsch eines jeden. Welche Schritte bei der Rückkehr zur Normalisierung mit nachteiligen Folgen verbunden sein werden – d.h. mit einem Wieder-Aufflammen der Infektionsrate – kann niemand voraussagen. Jeder Schritt Richtung Lockerung ist im Grunde genommen ein Schritt ins Unbekannte.

Wir können nur sagen, was nicht machbar ist: eine aktive Durchseuchung der nicht-Risiko-Gruppen mit dem COVID-19-Virus ist mit Sicherheit ein absolutes Hirngespinst. Es kann nur Leuten in den Sinn kommen, die keine Ahnung von Biologie, Medizin und Ethik haben:

  1. kommt es mit Sicherheit nicht in Frage, Millionen von Gesunden Mitbürgern absichtlich mit einem aggressiven Virus zu infizieren, von welchem wir eigentlich überhaupt nichts wissen, weder das Ausmass der akuten Schädigung, noch die Langzeitfolgen;
  2. je grösser die Anzahl Viren pro Population, desto grösser die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Mutation, welche das Virus noch aggressiver machen könnte. Also sollten wir sicher nicht aktiv mithelfen, die Anzahl Viren pro Population zu erhöhen.
  3. Je mehr Leute mit COVID-19 infiziert sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich dieses Virus noch „besser“ an den Menschen adaptiert und noch desaströser wird. Es wird ja angenommen, dass das bereits einmal passiert ist.
  4. bei staatlichen Reserven von angeblich 750 Milliarden, ist es ethisch und moralisch verwerflich, aus blossen wirtschaftlichen Überlegungen Millionen von gesunden Personen zu infizieren.
  5. Die gewollte Infizierung gesunder Leute mit diesem aggressiven Virus würde eines der fundamentalen Prinzipien der gesamten Medizingeschichte aus reinen, kurzfristigen ökonomischen „Bedenken“ akut aushebeln: das Prinzip des „primum nil nocere“. Ich würde mich als Mediziner weigern, an einer derartigen Impfaktion überhaupt teilzunehmen.

Die Bestimmung der COVID-19 IgM- und IgG-Antikörper-Konzentration im Blut geht scheinbar mir der Neutralisierung des COVID-19-Virus einher. Die quantitative und qualitative Diagnostik dieser Antikörper wurde bis jetzt nur in einer kleinen klinischen Studie mit 23 Patienten untersucht. Ob die Massenbestimmung der Antikörper im Blut einen kontrollierten «Lock-down» sicherer machen, indem sich vorerst nur nicht mehr ansteckende und nicht mehr ansteckbare Personen frei bewegen können, kann derzeit nicht beantwortet werden. Ebenso unklar ist, wann diese Methode klinische valide und breit anwendbar sein wird.

9. Zukunft

Diese Pandemie wirft viele politische Fragen auf. „Foreign Affairs“ mit Donald Trump und Anthony Fauci auf dem Cover schreibt am 28. März 2020 dazu: „Plagues Tell Us Who We Are. The Real Lessons of the Pandemic will be Political“.

Diese politischen Fragen werden nationaler und internationaler Art sein.

Die ersten Fragen werden ganz bestimmt unser Gesundheitswesen betreffen. Mit einem 85-Milliarden-Budget hat es die Schweiz – was die Anzahl Corona-Patienten pro 1 Million Einwohner betrifft – weltweit auf Rang 2 geschafft. Gratuliere! Was für eine Schande! Grundlegendes und billiges Material fehlt in der Schweiz nach 14 Tagen. Das kommt davon, wenn selbsternannte «Gesundheitspolitiker», «Gesundheits-Ökonomen» und IT-Experten Milliarden in Projekte wie e-Health, elektronische Gesundheitskarte, überteuerte Klinik-Informationssysteme (man frage einmal das Kantonsspital Luzern!), tonnenweise Computer und «Big Data» investieren und so vollkommen zweckentfremdet Milliarden aus dem Gesundheitswesen abziehen. Und Ärzteschaft und FMH sind buchstäblich zu blöd, endlich einmal dagegen aufzustehen. Sie lassen sich lieber jede Woche als Abzocker und Kriminelle titulieren. Die Schweiz muss endlich untersuchen, wie viel von 1 Million Kassengelder noch für medizinische Leistungen aufgewendet werden, welche direkt dem Patienten zugutekommen und wie viel Geld zweckentfremdet in Branchen-fremde Lobby-Vereinigungen fliesst, die sich schamlos am 85-Milliarden-Kuchen bereichern, ohne je einen Patienten gesehen zu haben. Und natürlich braucht es endlich eine adäquate Qualitätskontrolle medizinischer Leistungen. Auf die weiteren Massnahmen im Rahmen der Reorganisation des Schweizerischen Gesundheitswesens möchte ich hier nicht eingehen.

Die internationalen Fragen betreffen vor allem unser Verhältnis zu China und den Asiatischen Ländern überhaupt. Kritische Stellungnahmen: ja. Aber konstantes, dümmliches „Bashing“ anderer Nationen kann kein Rezept dafür sein, globale Probleme gemeinsam anzugehen – von „Lösen“ möchte ich gar nicht sprechen. Anstatt sinnlose Propaganda nachzuplappern, sollte man sich vielleicht einmal mit Autoren auseinandersetzen, die tatsächlich ausgewogen auf hohem Niveau etwas zu sagen haben, so z.B.:

  • Pankaj Mishra: „Aus den Ruinen des Empires“
  • Kishore Mahbubani: „The Asean Miracle. A Catalyst for Peace“
  • „Has the West lost it?“
  • „Can Asians think?“
  • Lee Kuan Yew: „One man’s view of the world“
  • David Engels: „Auf dem Weg ins Imperium“
  • Noam Chomsky: „Wer beherrscht die Welt“
  • Bruno Macàes: „The Dawn of Eurasia“
  • Joseph Stiglitz: „Reich und Arm“
  • Stephan Lessenich: „Neben uns die Sintflut“
  • Parag Khanna: „Unsere asiatische Zukunft“

Lesen heißt noch lange nicht, allen diesen Autoren in allem Recht zu geben. Aber es wäre für den Westen – inklusive die Schweiz – von grossem Wert, Besserwisserei, Ignoranz und Arroganz hier und dort durch Fakten, Verständnis und Kooperation zu ersetzen. Die Alternative besteht ja nur darin, zu versuchen, unsere vermeintlichen Konkurrenten früher oder später in einem Krieg zu eliminieren. Was man von dieser „Lösung“ halten soll, kann jeder selber entscheiden.

In diesem Sinne kann man nur darauf hoffen, dass sich die Menschheit eines Besseren besinnt. Träumen ist immer erlaubt.

Die Herausforderungen sind global. Und die nächste Pandemie steht vor der Tür. Und diese wird vielleicht durch ein Super-Virus verursacht werden und ein Ausmass annehmen, das wir uns lieber nicht vorstellen möchten.

Interview mit dem Autor zum Thema:

https://www.mittellaendische.ch/2020/04/09/covid-19-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen-das-interview/

Quo vadis Baofeng & Co.

Es lässt sich nicht verhindern, also machen wir das Beste daraus…

Oder: Warum Baofeng & Co. für einen ernsthaften Funkanwender oft nur zweite (oder dritte) Wahl sind.

Es ist unbestreitbar: Die Dinger sind preisgünstig. Die Dinger machen (weitestgehend), was sie sollen. Und vieles, was die Dinger können, das dürfen sie nicht.

Aber warum eigentlich?
Baofeng & Co. sind zunächst einmal Amateurfunkgeräte – sprich, jedermann darf sie besitzen und (auf Frequenzen, die derjenige hören darf) auch zum Hören benutzen. Senden damit darf allerdings (eigentlich) nur ein Funkamateur – und auch nur innerhalb der Amateurfunkbänder.

Der Hintergrund ist zunächst einmal regulatorischer Natur:
In allen Funkdiensten und Funkanwendungen außerhalb des Amateurfunks dürfen ausschließlich typgeprüfte Geräte verwendet werden. Durch die EU-Freizügigkeit muss zwar nicht mehr überall der Geier draufkleben – aber der Hersteller muss die Konformität mit den entsprechenden Standards nachweisen und dokumentieren. Und das eben machen die Chinesen nicht. Würden sie es tun, dann wären die Geräte nicht mehr so preisgünstig.

Das Ganze hat natürlich auch noch einen technischen Hintergrund: Prinzipiell alle Mehrbandgeräte haben seit jeher ein ernsthaftes Problem damit, ihre Abstrahlungen auf die Frequenz zu beschränken, auf der sie senden sollen. Es ist technisch sehr anspruchsvoll, gleichzeitig auf z.B. 70cm senden zu können, aber auch die Oberwellen einer Sendung im 2m-Band (3. Oberwelle einer Sendung auf 149 MHz liegt bei 447 MHz…) wirksam zu unterdrücken. Deshalb sind Duoband-Geräte im kommerziellen Bereich eher verpönt.

Immerhin kann man durch diesen physikalischen Zusammenhang sehr gut Antennen konstruieren, die auf beiden Bändern funktionieren.

Diese Störabstrahl-Problematik ist so gravierend, dass manche Länder Importverbote für einige Gerätetypen erlassen haben und eigentlich alle Länder in Europa die Geräte von den meisten Anwendungen außerhalb des Amateurfunkdienstes ausschließen. Zur Erinnerung: der Funkamateur dürfte seine Geräte sogar komplett selbst bauen und ist für seine Grenzwerte ausschließlich selbst verantwortlich – nicht irgendein Hersteller.

Nun wird meistens nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird. In 99 % der Fälle passiert… gar nichts. Der Sender ist von einer potentiellen Störsenke einfach zu weit entfernt, um noch wirklich störende Signale zum Vorschein zu bringen. Viele kommerzielle Empfänger sind einiges störfester als es die Normen vorgeben.

ABER man muss sich bewusst sein, dass man Störungen verursachen KANN. Erst recht gilt dies, wenn man die Sendeleistung erhöht oder Antennen verwendet, die zufällig auf einer Frequenz resonant sind, die das Gerät störenderweise abstrahlt. Das würde dann wieder gegen die Verwendung von Duobandantennen sprechen – aus störtechnischer Sicht wäre eine Monobandantenne mit Sperrtopfcharakteristik eigentlich sinnvoll – hat nur leider auch keinen „Gewinn“.

Gewinn ist aber das Stichwort. Alles hat ja das Ziel, möglichst „gut“ beim Funkpartner anzukommen. Und da gilt immer noch die alte Weisheit „eine gute Antenne ist der beste Verstärker“.

Im Gegensatz zur Oma hat die den Gewinn nämlich nicht nur beim Senden, sondern auch beim Empfang.

FB 07.04.2020 – Konstruktive Kritik ?

In den letzten Tagen lese ich immer wieder Beiträge, in denen auf die Regierung im Allgemeinen, Merkel im Besonderen und das System an sich geschimpft wird. Bis hin zu Aussagen „unter die Gürtellinie“. Eins vorweg, ich mag die Merkel nicht, bin eigentlich Rotgrün-Wähler und der letzte anständige deutsche Politiker war Helmut Schmidt.

ABER:
Kritik sollte konstruktiv sein. WAS macht die Regierung eurer Meinung nach falsch in der aktuellen Krise? WIE sollte sie es eurer Meinung nach besser machen ? Und bitte nicht nur „Die Ausgangssperre ist unverhältnismäßig“ oder „die Wirtschaft muss laufen“ sondern auch eine Alternative.

Eine, die unser Gesundheitssystem zu keinem Zeitpunkt mit mehr als 50.000 beatmungspflichtigen Patienten überlastet. Mehr Beatmungsbetten haben wir nämlich auch mit Schönrechnen nicht.

Die Behauptung, Covid-19 wäre „eigentlich“ nur eine schwere Form der Grippe ist ja bereits widerlegt. Allein, weil Coronaviren keine Influenzaviren sind.

Grundrecht auf Nichtbehandlung ?

Alle, die jetzt jammern, Normenkontrollklagen wegen angeblicher Grundrechtsverletzungen anstrengen, oder auch nur die angeordneten Beschränkungen ignorieren usw:

Seid froh, dass es klare Regeln mit ebenso klaren Ausnahmen gibt. Und ja, schon das IfSG in der alten Fassung erlaubte diese Maßnahmen. Und noch mehr.

Ihr könnt natürlich weiter versuchen, die Ordnung zu demontieren… aber wenn es euch erwischt belegt dann bitte keinen Beatmungsplatz.

Den Sinn hinter diesen Maßnahmen habt ihr nämlich nicht verstanden.

Einfach mal in die USA, nach Italien oder Spanien schauen… dort wurde zu spät und nicht energisch genug reagiert.

Alles nur geklaut

TOLL GESCHRIEBEN 🤨😕


Liebe Verschwörungstheoretiker,


mir reicht es jetzt! Habt Ihr nichts besseres zu tun, als mich mehrfach am Tag mit Euren kruden Erkenntnissen über das Coronavirus zu nerven?

Ihr habt im wesentlichen drei Thesen:


1. These: 99,9 Prozent der Ärzte auf diesem Planeten, insbesondere Virologen, sind unfähig und verblendet. Nur der gerade von Euch favorisierte Außenseiter hat verstanden, was es mit dem Coronavirus auf sich hat. Und während in Frankreich immer mehr Intensivstationen überlastet sind und Ärzte verzweifelt um Hilfe rufen, während in Italien Militärlastwagen hunderte Leichen ins Krematorium fahren, behauptet Ihr immer noch, es handle sich um einen harmlosen Grippe-Erreger.

Lange habt ihr Euch auf Großbritannien, Holland und Schweden berufen, wo ja alles ohne Einschränkungen so viel besser funktioniere. Jetzt rudern diese Länder panisch zurück, erlassen immer mehr Beschränkungen, während ihnen die Infizierten-Zahlen durch die Decke schießen.
Wenn es noch erlaubt wäre, würdet Ihr Euch die Augen reiben, wenn ihr seht, was in jenen Staaten noch passieren wird.


2. These: Die Regierungen von 99 Prozent der Staaten dieser Erde haben sich plötzlich gegen ihre Bevölkerung verschworen. Sie wollen sie, so Eure These, wirtschaftlich ruinieren, unterdrücken und in den Untergang führen. Oder sie sind einfach nur dumm. So dumm, dass sie nicht erkennen, dass nur Ihr erleuchtet wurdet und die „Wahrheit“ erkennen konntet.


3. These: Nahezu alle Medien dieser Welt sind fremdgesteuert und berichten nicht die Wahrheit. Wer steuert? Je nach politischen Couleur die CIA, der KGB, der Mossad oder der Weltverband der Brieftaubenzüchter. Oder vielleicht auch alle zusammen.


Anstatt mehrfach täglich gequirlten Unsinn zu verbreiten, könntet Ihr Euch nützlich machen. Zum Beispiel als freiwillige Reinigungskräfte auf den Corona-Stationen der Krankenhäuser. Es kann Euch ja nichts passieren, schlimmstenfalls bekommt Ihr eine harmlose Grippe, oder?

Wenn Ihr Euch das nicht traut, dann helft beim Spargelstechen. Manchmal hilft körperliche Arbeit dabei, den Kopf frei zu bekommen!


Herzliche Grüße
Für gut befunden und geklaut. – FB 03.04.2020 –

Klopapier ist für den Arsch…

Sag Mir Wo Die Rollen Sind
Nach einem Lied von Juliane Werding

Sag mir, wo die Rollen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Nudeln sind, was ist geschehn?
Sag mir, wo die Masken sind, Menschen kauften sie geschwind.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Sag mir, wo die Menschen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Hamster sind, was ist geschehn?
Sag mir, wo die Dummen sind, Party feiern gehn geschwind.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Sag mir, wo die Dummen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Alten sind, was ist geschehn?
Sag mir, wo die Betten sind, voll belegt, der Krieg beginnt.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Sag, wo die Schwestern sind, wo sind sie geblieben?
Ja, sag, wo denn die Ärzte sind, was ist geschehn?
Sag, wo die Patienten sind, über Gräber weht der Wind.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Sag mir, wo die Gräber sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo der Impfstoff ist, was ist geschehn?
Sag mir, wo die Menschheit ist, Blumen blühn im Sommerwind.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind, was ist geschehn?
Sag mir, wo die Blumen sind, Schafe mäh´n im Sommerwind.
Wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

FB 20.03.2020 – Ja, aber…

Das Fellnasentaxi hat ab Montag 16.3. alle Fahrten bis auf Weiteres ausgesetzt.

Ja, aber…

Kein Aber. Das Fellnasentaxi fährt (normalerweise) tagein, tagaus kreuz und quer durchs Ländle, die Fahrer haben Kontakt mit Trapofahrern, Orgamitgliedern, Adoptanten, Pflegestellen, Tankstellenmitarbeitern, laufen in Flughäfen rum, betreten fremde Wohnungen. Jede einzelne Situation ist eine Gelegenheit, das Virus mitzunehmen oder weiterzugeben – auch wenn der Fahrer nicht symptomatisch erkrankt, keiner Risikogruppe angehört usw.

Mal von dem Rattenschwanz an Quarantänemaßnahmen, falls ein Fahrer oder auch nur eine der genannten Kontaktpersonen positiv getestet wird oder erkrankt ganz abgesehen – ganz Deutschland wird derzeit massiv heruntergefahren, um die Verbreitung des SARS-CoV 2 Virus zu verlangsamen bzw. einzudämmen. Die Eindämmung funktioniert nur, wenn möglichst alle mitmachen. Auch wir.

Wir legen bei -prinzipiell möglichen- Notfallfahrten ebenso wie bei bereits gebuchten und aus verschiedensten Gründen nicht mehr stornierbaren Fahrten einen sehr strengen Maßstab an. Wir hinterfragen die Gründe für den Transport sowie dessen Dringlichkeit und bitten ggf. um Nachweise. Bekommen wir die nicht, dann erfolgt keine Fahrtvermittlung. Bedenkt bitte: Alle Fahrer sind Teil eines ehrenamtlichen Freiwilligenprojektes. Sie spenden ihre Zeit für euer Tier – und sie dürfen auch entscheiden, es aus Eigenschutzgründen derzeit nicht zu tun.

Die Lage hat sich in den letzten Tagen dermaßen dynamisch entwickelt, dass die nur wenige Tage zuvor getroffene Regelung bereits durch die Realität überholt wurde. Ebenso wie Behörden und Regierung ihre Maßnahmen ständig weiter heraufschrauben sind auch wir nach Abwägung zur Entscheidung gekommen, Ausnahmen auf ein absolutes Minimum zu begrenzen und ansonsten jegliche Fahrtvermittlung bis auf Weiteres auszusetzen.

Wir appellieren auch an alle sonstigen „Fahrgelegenheiten“, ob dies andere Gruppen, über private Kontakte gefundene Fahrer oder auch vereinseigene Pflegestellen oder Mitglieder sind: Hinterfragt den Fahrtanlass, verzichtet wo irgend möglich auf die Fahrt bzw. verschiebt diese.

Um uns als Fahrer wirksam zu schützen (und damit auch unsere Kontaktpersonen zu schützen) würden wir Verbrauchsmaterialien (Desinfektionsmittel in wesentlich erhöhter Menge gegenüber dem Normalbetrieb, FFP2/3-Filtermasken, Einweghandschuhe etc.) benötigen, die im Moment nicht nur schwer zu bekommen sind, sondern auch eigentlich an anderen Stellen (Intensivkrankenpflege, Rettungsdienst, ärztliche Versorgung usw.) noch dringender benötigt werden. Und – auch wenn einige Fahrer solches Material haben wissen wir nicht, ob und wann nachgeliefert wird. Das was da ist sollte für Notfälle verfügbar sein.

Wenn wirklich alle mitmachen würden und einfach mal 3 Wochen zu Hause bleiben (und die „Ausnahmen“ nur konsequent geschützt bzw. unter strikter Einhaltung der Schutzmaßnahmen von Husten- und Niesetikette über Händewaschen bis zur Meidung persönlicher Kontakte mit möglichst allen Menschen die unumgänglichen Wege erledigen) dann wäre das „Ding“ in kürzester Zeit durch, andere Staaten erzielen mit Ausgangssperren, großflächigen Schließungen von Betrieben, Verbot von Menschenansammlungen usw. in der Statistik deutlich ablesbare Erfolge.

Wenn du mit niemandem Kontakt hast, der dich anstecken kann dann bekommst du es nicht. Wenn du mit niemandem Kontakt hast, den du anstecken könntest, dann gibst du es nicht weiter. Eigentlich ganz einfach…

P.S. Deutschland steht kurz vor einer Ausgangssperre. Und immer noch gibt es Uneinsichtige. Da ist es egal, ob die in Gruppen im Park abhängen oder ob die von uns jetzt noch Flughafenabholungen oder zeitlich völlig freie Umsetzungen von Pflegestelle zu Endstelle haben wollen. Leute, DAS IST KEINE ÜBUNG! Bleibt MIT DEM ARSCH AUF DEM SOFA!